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Neues Mobilitätszentrum am Bahnhof Bruneck

Umfangreiches Projekt wird nun umgesetzt

V.l.: Martin Ausserdorfer, Roland Griessmair, Arno Kompatscher, Florian Mussner, Christian Tschurtschenthaler
Die Sanierung des Bahnhofgebäudes, die Neugestaltung des gesamten Bahnhofareals und die Neustrukturierung der Zufahrtswege - Dies sind die Kernelemente des Projektes zum Mobilitätszentrum Bruneck, das am heutigen Freitag, 15. April, im Rahmen einer Pressekonferenz in Bruneck erstmals vorgestellt worden ist und in den kommenden drei Jahren umgesetzt werden soll. Das Projekt mit einem Kostenumfang von rund 15 Mio. Euro erläuterten Landeshauptmann Arno Kompatscher, Landesrat Florian Mussner, Bürgermeister Roland Griessmair, Landtagsabgeordneter Christian Tschurtschenthaler und STA-Präsident Martin Ausserdorfer.

Das Pustertal sei schon immer Vorreiter bei innovativen Projekten gewesen, so nun auch bei der Mobilität, sagte Landeshauptmann Kompatscher, der den Bogen zur gesamten Mobilität in Südtirol spannte. Das Mobilitätszentrum Bruneck füge sich als weiterer Meilenstein in das Gesamtbild vernetzter Mobilität ein, so Kompatscher. Im Landeshaushalt gebe es 165 Millionen Euro für den Bereich Mobilität, davon sei jeder Cent gut angelegt, und zwar für Lebensqualität, Umweltschutz, soziales Leben und die Wirtschaft, betonte der Landeshauptmann.
„Straßenbau und öffentlichen Personennahverkehr müssen Hand in Hand gehen, das Mobilitätszentrum Bruneck, das nun in seiner Funktion als wichtiger Verkehrsknotenpunkt im Pustertal weiter gestärkt wird, sei dafür ein gutes Beispiel", unterstrich der für Mobilität und Straßennetz zuständige Landesrat Mussner. In den vergangenen acht Jahren hätten sich die Fahrgastzahlen der Pustertal Bahn verdoppelt und zum Teil sogar verdreifacht, sagte der Landesrat. Allein in den vergangenen zwei Jahren gab es einen Fahrgastzuwachs von 37 Prozent, so Mussner. Die Durchschnittswerte der Pustertaler Bahn liegen derzeit bei 150.000 Entwertungen pro Monat, deutliche Fahrgastzahlenzuwächse gab es bei den Bussen und City-Bussen.

Verwirklicht werde ein strategischer Knotenpunkt für den öffentlichen Nahverkehr, wobei die Sanierung des Bahnhofsgebäudes mit Erhalt der denkmalgeschützten Fassade voraussichtlich rund 5,6 Millionen Euro, die Neustrukturierung des Bahnhofareals, die über EFRE-Gelder bezahlt werde, rund 4,2 Millionen Euro und die Straßenanbindung an Stegen mit Brücke und Kreisverkehr rund 4,7 Millionen Euro kosten werde, erklärte Mussner.
Für die Aufwertung des Brunecker Bahnhofes habe es verschiedene Projekte gegeben - Das letzte hätte rund 25 Millionen Euro gekostet, nun läge ein realisierbares Projekt vor für eine Gesamtfläche von 22.100 Quadratmetern - Eine  Mobilitätsschnittstelle, die den heutigen Anforderungen gerecht werde und optimale Umsteigeflächen biete, hob der Präsident der Südtiroler Transportstukturen AG (STA) Martin Ausserdorfer hervor. Laut STA-Präsident laufen bereits die Planungen für den Umbau des Bahnhofsgebäudes. Das Bahnhofsareal soll 2018 verwirklicht werden und die neue Zufahrt 2019.

Vom neuen Mobilitätszentrum würden vor allem die 6700 Berufspendler profitieren, die täglich am Bahnhof Bruneck ein-, aus- und umsteigen, betonte der Brunecker Bürgermeister Roland Griessmair. Mit der Vorstellung sei der Startschuss für die Umsetzung des neuen von Gemeinde, Land und STA gemeinsam getragenen Projekts gefallen, so Bürgermeister Griessmair. Sein Vorgänger, der jetzige Landtagabgeordnete Christian Tschurtschenthaler bezeichnete das Mobilitätszentrum als innovatives Projekt, mit dem ein weiterer Schritt in der Pustertaler Mobilitätsgeschichte geschrieben werde.

Die Aufwertung erfolgt drei Schritten: In einem ersten Schritt wird das Bahnhofsgebäude saniert, wobei die denkmalgeschützten Fassaden erhalten bleiben. Dann werden die Bahnhofsflächen für den Busbahnhof, für Bus-Parkplätze, Pkw-Parkplätze und Fahrradstellplätze ausgeweitet und neu strukturiert. Das Areal wird liegt künftig im Fadenkreuz von insgesamt 16 Buslinien (drei Citybus-Linien, neun Überland-Linien, vier Nightliner-Linien. In einem dritten Schritt werden die Zufahrtswege neu geregelt. Pkws sollen künftig durch die bereits bestehende Unterführung ausgehend vom Stegener Marktplatz fahren, um die Marconi-Straße zu entlasten. Die heutige Straße durch den Stegener Marktplatz wird an den stadtseitig gelegenen Hang verlegt. Neu errichtet werden ein Kreisverkehr bei der Pfalzener Straße mit Brücke über Ahr und Rienz.