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Europäisches Bahnfunksystem für Vinschger Bahn

Modernes Zugsicherungssystem für sicheren Bahnverkehr

Vinschger Bahn
Das Land Südtirol will die Vinschger Bahn elektrifizieren. Dazu müssen Sicherungsanlagen nach dem europäischen Bahnfunksystem GSM-R bereit stehen. Die Landesregierung hat deshalb auf Antrag von Landesrat Florian Mussner beschlossen, die bestehenden Sendestationen von RAS und Zivilschutz und deren Verbindungen dafür mitzunutzen, wodurch keine neuen Sendemasten und weniger Antennen notwendig werden.
Um einen sicheren, reibungslosen und effizienten Zugverkehr zu gewährleisten, braucht es moderne Zugsicherungssysteme. Sobald die Vinschger Bahn elektrifiziert ist, wird es keine Signale entlang der Bahnstrecke mehr geben, denn die Züge erhalten ihre Fahr- und Haltebefehle ausschließlich per Datenfunk. Das Land wird dazu das europaweit übliche GSM-R nutzen. Das GSM-R (Global System for Mobile Communications - Railway) ist ein Mobilfunksystem, das auf dem Funkstandard GSM aufbaut und für die Sprach- und Datenkommunikation zwischen den Fahrzeugen, mobilen Endgeräten und ortsfesten Einrichtungen, insbesondere für den Datenfunk zwischen Leitstellen und Zügen, also eigens für die Verwendung bei den Eisenbahnen angepasst ist.

Die Landesregierung hat beschlossen, die  bestehenden fünf Sendestandorte der Rundfunkanstalt Südtirol RAS und der Landesabteilung Zivilschutzes, nämlich Mut, Naturns, St. Martin am Kofel, Laas-RAI und Großmontoni, zu nutzen. Notwendig ist auch eine Verbindung der Sendeanlagen untereinander, weshalb sowohl die Standortverbindungen der RAS als auch des Zivilschutzes genutzt werden sollen. Auf diese Weise brauchen im Tal und in der Nähe der Wohnzonen keine neue Sendemasten errichtet werden; außerdem sind weniger Antennen notwendig.
Jene Standorte, die noch kein Notstromaggregat haben, also Naturns, St. Martin am Kofel und Laas, sollen mit einem solchen Stromerzeugungsgenerator für Notfälle ausgerüstet werden. In einem ersten Schritt soll die Südtiroler Transportstrukturen AG (STA) zwei Funkverbindungen pro Netz nutzen können. In einem weiteren Schritt könne ein gemeinsamer und gegenseitiger 24-Stunden-Bereitschaftsdienst mit gleicher Beteiligung aller Partner ins Auge gefasst werden.