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Radwege längs der Bahnlinien

Abkommen zwischen Land und RFI unterzeichnet

Radwege längs der Eisenbahntrassen sind besonders beliebt.
Eine Vereinbarung mit dem gesamtstaatlichen Schienennetzbetreiber RFI soll dazu beitragen, dass Südtirols Radwegenetz weiter ausgebaut und verbessert werden kann. Landeshauptmann Arno Kompatscher hat heute (15. März) gemeinsam mit Pier Paolo Olla von RFI diese Vereinbarung unterzeichnet.
Die Landesregierung hat es sich zum Ziel gesetzt, umweltfreundliche Mobilitätsprojekte voranzutreiben. Zu diesen zählen auch intermodale Vorhaben, bei denen es um die kombinierte Nutzung von Fahrrad und Zug geht. Mit dieser Vereinbarung wird es zum einen für die Landesverwaltung oder für die Bezirksgemeinschaften leichter, längs der Bahnlinien Radwege zu errichten. Andererseits kann RFI die Radwege benutzten, um das Schienennetz zu überwachen.
Im Fokus der Übereinkunft zwischen Land und RFI liegen die Strecken Bozen-Meran und Franzensfeste-Innichen bis zur Grenze in Winnebach. Sowohl längs der Pustertaler Bahnlinie als auch im Burggrafenamt soll das Radwegenetz ausgebaut werden. So kann - mit Zustimmung von RFI - der vorgegebene Mindestabstand von drei Metern zwischen Gleisen und Radweg in besonders schwierigem Gelände verringert werden. Gemessen wird dieser Abstand von der äußersten Bahnschiene bis zur Abgrenzung des Radweges. Werden Radwegeabschnitte aus technischen Gründen oder wegen der Geländebeschaffenheit durch Grundstücke geführt, die im Besitz von RFI sind, so werden diese Flächen vom Land erworben, vorzugsweise über ein einvernehmliches Enteignungsverfahren. "Wir sorgen für die ordentliche und außerordentliche Instandhaltung, die Beschilderung und Beleuchtung der Fahrradwege, ebenso für Schutzbauten bei Übergängen oder Durchfahrten", gab der Landshauptmann Inhalte der Vereinbarung wieder, "dem Schienennetzbetreiber wird die Benutzung der Radwege für Überwachungs-, Instandhaltungs- und Einsatztätigkeiten ermöglicht." In den vergangenen 20 Jahren hat das Land nahezu 150 Millionen Euro in den Ausbau der Hauptachsen des Radwegenetzes investiert. Das Fahrradland Südtirol verfügt derzeit über 500 Kilometern an Radwegen. Hinzu kommt ein Netz von 22 Verleihstationen mit 7000 Rädern und 600 E-Bikes.