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Bozner Tram: Vereinbarung ist unterzeichnet

Gemeinsames Projekt von Land, Gemeinde, STA und SASA

Land, Gemeinde, STA und SASA haben die Vereinbarung für den Bau der Bozner Tram unterzeichnet. Die Planung wird bereits in Kürze ausgeschrieben.
Für den Bau der neuen Trambahn in Bozen sind alle Weichen gestellt: Die Vereinbarung zwischen Land und Gemeinde, die die Landesregierung am Dienstag dieser Woche genehmigt hat, wurde am 19. Oktober von Landeshauptmann Arno Kompatscher, vom Bürgermeister der Stadt Bozen Renzo Caramaschi, vom Präsidenten der STA, Martin Ausserdorfer, sowie vom Präsidenten der Städtischen Autobus Service AG SASA, Stefano Pagani, unterzeichnet.
"Die STA wird die europäische Ausschreibung der Planungsarbeiten über 1,2 Millionen Euro bereits in Kürze veröffentlichen, die Unterlagen sind vorbereitet", bestätigte Martin Ausserdorfer.
"Für Bozen braucht es in Sachen Mobilität endlich Lösungen. Die Tram wird dazu beitragen, die Stadt vom Durchzugsverkehr zu erleichtern", so Landeshauptmann Arno Kompatscher. Mit der Tram soll das Angebot an öffentlichen Verkehrsmitteln in der Landeshauptstadt erweitert werden. Zudem soll die Tram möglichst gut mit den inner- und außerstädtischen Buslinien und auch der Bahn vernetzt werden. Außerdem soll sie die technischen Eigenschaften haben, um eine Verlängerung ins Überetsch zu ermöglichen.
Ins Auge gefasst wird eine sieben Kilometer lange Tramstrecke mit 17 Haltestellen, die mit Tramwagen von acht Metern Länge befahren wird. Sie wird den künftigen Mobilitätsknotenpunkt in Sigmundskron mit dem Zugbahnhof über die Freiheitsstraße, die Drususallee und das Bozner Krankenhaus verbinden.
Geplant wird die Infrastruktur von der STA, die auch den Wirtschafts- und Finanzplan für das Mobilitätsvorhaben erarbeiten und den Zeitplan für alle Eingriffe ausarbeiten wird. Zudem soll die STA für die Vergabe des Dienstes an den Konzessionär SASA zuständig sein, das Rollmaterial beschaffen und dieses dem Dienstleister zur Verfügung stellen. Die STA soll weiters die Vergabestelle für die Planungsaufträge sein. Die SASA, an der die Gemeinden Bozen, Meran und Leifers beteiligt sind, und an der das Land selbst 17,79 Prozent der Anteile hält, soll den Tramdienst vorerst für 15 Jahre versehen und die Tram möglichst gut mit den anderen öffentlichen Verkehrsmitteln vernetzen.
Was die Kosten anbelangt, so werden diese nach Abzug der staatlichen und europäischen Förderungen das Land und die Gemeinde Bozen jeweils zu gleichen Teilen tragen. Gerechnet wird derzeit mit einer Investition von 120 Millionen Euro.