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Land-RFI: Große Bahnprojekte für Südtirol sind aufgegleist

LH Kompatscher und RFI-Vertreter Di Giuseppe haben den Umsetzungsplan zum Bau von Zuginfrastrukturen unterzeichnet.

„Durch bessere Infrastrukturen machen wir das Bahnfahren attraktiver und verbinden Südtirol lokal, regional und international“, betonte Landeshauptmann Arno Kompatscher. Er hat heute (12. April) am Bahnhof in Bozen gemeinsam mit dem Vertriebsdirektor für den RFI-Netzbetrieb Nord Ost, Carlo De Giuseppe, das Umsetzungsprogramm für die großen Südtiroler Bahnvorhaben unterzeichnet. Darin sind die nächsten Schritte Richtung Ausschreibung der Arbeiten abgesteckt. Nach den Machbarkeitsstudien und der Erstellung der Vorprojekte startet das Programm RFI-Land damit in die finale Planungs- und Genehmigungsphase. „Bahnfahren soll zeitsparender, bequemer und günstiger werden als die Fahrt mit dem eigenen Auto. Deshalb brauchen wir landesweit passende Infrastrukturen, die attraktive Verbindungen und Bahnangebote möglich machen“, betonte der Landeshauptmann. So sollen Züge landesweit jede halbe Stunde fahren und jene auf den Hauptlinien zu den Stoßzeiten sogar jede Viertelstunde, sagte Kompatscher. Die Bahn bilde das Rückgrad für den öffentlichen Nahverkehr und die Busse seien die kapillaren Verbindungen in die Dörfer, beschrieb der Landeshauptmann das Mobilitätskonzept des Landes. Die neuen Bahninfrastrukturen würden somit eine Verbesserung der gesamten Mobilität in Südtirol bringen, hob Kompatscher hervor.

„Südtirol ist ein Land, das in punkto Mobilität die Zukunft vorwegnimmt“, betonte De Giuseppe. Bereits innerhalb von zwei Jahren würde es die ersten die Baustellen für die Umsetzung der Vorhaben geben, sagte der RFI-Vertreter. „Insgesamt sind derzeit 105 Millionen Euro von Seiten der RFI bereitgestellt, 55 Millionen Euro für die Rigger Bahnschleife und 50 Millionen Euro für den Virgl-Bahntunnel – hinzu kommen noch vier Millionen Euro für die Planung der Gleispotenzierung Bozen-Meran für die STA“, erläuterte De Giuseppe.

„All unsere Vorhaben zielen auf mehr Lebensqualität in Südtirol und somit auf eine neue Mobilität, die gesundheits- und umweltverträglich ist und die Menschen verbindet bis in die Dörfer hinaus“, betonte Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider.

Ein endgültiges Projekt vorgelegt wird laut Alfreider noch innerhalb des kommenden Jahres für die Riggertalschleife als direkte Anbindung der Pustertaler Bahnlinie an die Brennerbahnlinie. „Die 3,8 Kilometer lange Riggertalschleife mit Bahnbrücke und den neuen Bahnhöfen Schabs und Vahrn wird den Fahrgästen eine Zeitersparnis von 14 Minuten bringen“, sagte Alfreider. Er verwies auch auf den zum Projekt gehörenden neuen Gleisplan der den Brixner Bahnhof zu einem Mobilitätsknoten für den Nahverkehr macht. Hierfür soll das endgültige Projekt 2019 stehen.

Bis Ende 2019 soll auch die Planung für die unabhängige Einfahrt der Linie Meran-Bozen im Virgltunnel abgeschlossen sein worauf die funktionale Ausschreibung folgen kann. „Durch den 1,2 Kilometer langen dreigleisigen Tunnel können die Züge der Linie Meran – Bozen zukünftig ohne Kreuzungspunkt mit der Brennerlinie in den Bahnhof Bozen einfahren. Die Fahrzeit vom Bahnhof Bozen bis zum neu zu bauenden Mobilitätsknoten Sigmundskron beträgt dann nur mehr sechs Minuten“, erklärte Alfreider.

Starten können heuer zudem die Planungen für den zweigleisigen Ausbau der Bahnlinie Meran-Bozen, um mehr Kapazität und Schnelligkeit, also eine Fahrzeit von nur 26 Minuten, zu erreichen. Als erstes wird laut Alfreider der Abschnitt Bozen – Terlan zweigleisig ausgebaut.

Wie der Präsident der Südtiroler Transpoststrukturen AG STA, Martin Ausserdorfer, berichtete, wird nun ein Arbeitstisch mit Vertretern von RFI, Land und STA eingesetzt, um die Planungen der Bahnvorhaben zu begleiten und so rasch wie möglich umzusetzen.